Kurzdarstellung eines externen Forschungsprojektes
Während des Photonik Hauptstudiums wurde uns von Herrn Prof. Teubner ein hochinteressantes und überaus aktuelles Projekt als Schwerpunkt im Bereich Röntgenoptik angeboten. Das besondere daran war, dass es sich dabei um Teil eines von der EU geförderten Projekts handelte, welches in Zusammenarbeit mit der Universität in Pisa und der physikalischen Fakultät in Jena stattfand.
Prinzipiell ging es in diesem Projekt um die Erzeugung harter Röntgenstrahlung durch den Beschuss verschiedener Materialien mit ultrakurzer, hochintensiver Laserstrahlung. Das dazu verwendete Titansaphirlasersystem der Universität Jena gehört zu den derzeit leistungsstärksten Systemen weltweit und erreicht Intensitäten von bis zu 1021 W/cm2 in Pulsen von ca. 60 fs - dies entspricht in etwa der gesamten, auf die Erde einfallenden Sonnenstrahlung gebündelt auf 1 cm2. Diese Strahlung wurde nun benutzt um auf Materialien, wie Titan, Gold oder Kupfer zu schießen und somit deren Atome zu ionisieren und ein Plasma zu erzeugen. Bei den dadurch ablaufenden Prozessen wird innerhalb kürzester Zeit soviel Energie frei, dass sie in Form von sehr harter Röntgenstrahlung abgegeben wird. Unsere Aufgabe dabei war es nun, diese Röntgenstrahlung zu detektieren und eine Größenbestimmung der Röntgenquelle vorzunehmen.
Das Projekt wurde innerhalb von 6 Wochen in den Forschungslaboren der Universität in Jena durchgeführt. In dieser Zeit hatten wir engen Kontakt zu allen Beteiligten, wobei bemerkenswert ist, dass die internationale Zusammenarbeit zwischen italienischen und deutschen Professoren, Doktoren, Doktoranden und Studenten auf sehr kollegialer Weise stattfand. Das und nicht zuletzt die interessante Grundlagenforschung im Bereich Röntgenoptik stellte besonders aus unserer Sicht als Studenten eine angenehme Abwechslung zum Studienalltag dar.
Emden, 29.10.2008, Christian Riedel, Studiengang Photonik (Diplom)
|
Erfahrungsbericht Jena
Im Rahmen der Schwerpunktveranstaltungen wurde den Studenten die Teilnahme an einem EU geförderten Projekt angeboten. Dieses wurde in Jena an der Friedrich-Schiller Universität in Kooperation mit der Universität Pisa durchgeführt. Bei dem Projekt handelte es sich um Grundlagenforschung im Bereich der Röntgenoptik, an der derzeit zahlreiche internationale Forschungsgruppen arbeiten.
Während unseres fünf wöchigen Aufenthaltes in Jena haben wir nicht nur Einblicke in das JETI-Lasersystem erhalten, was derzeit zu den Leistungsstärksten Lasern weltweit gehört; wir haben ebenso erfahren können wie Forschung auf nationaler und internationaler Ebene praktiziert wird. Die Mitarbeit am Versuchsaufbau war herausfordern und interessant zugleich, da man im engen Kontakt mit den deutschen und italienischen Wissenschaftlern stand. Dabei fand ich besonders gut, dass man seine Fremdsprachenkenntnisse in der Praxis anwenden konnte. Zudem hatten wir als wissenschaftliche Gäste die Gelegenheit äußerst interessante Vorträge über weltweit neue Forschungsergebnisse zu hören.
Da sich dieses Projekt über mehrere Wochen erstreckte und prinzipiell als Praktikum gesehen werden kann, war es eine hervorragende Gelegenheit seine persönlichen Soft-Skills im Arbeitsleben auszuloten. Gerade weil Heutzutage Soft-Skills von fast allen Arbeitsgebern gefordert werden, stellt in meinen Augen das Wissen um seine Stärken und Schwächen einen Vorteil im späteren Bewerbungsgespräch dar.
An der Fachhochschule Emden schätze ich sehr, dass es sich bei dem Kooperationsprojekt mit Jena nicht um eine Eintagsfliege handelt. Ich habe schon zuvor im Rahmen eines Kooperationsprojektes in den Laboren der Fachhochschule Wilhelmshaven gearbeitet und Erfahrungen gesammelt.
Januar 2009, Christoph Bartylla, Studiengang Photonik (Diplom)
|